Der Antrieb über Kette und Schnecke zählt zu den effektivsten Komplikationen zur Erhöhung der Gang­genauigkeit einer mechanischen Uhr. Es ist eine Ge­setzmäßigkeit der Physik, dass die Antriebskraft der Aufzugsfeder nach Vollaufzug hoch und gegen Ende der Gangdauer wesentlich geringer ist. Dadurch kön­nen Gangabweichungen entstehen. Der Antrieb über Kette und Schnecke funktioniert wie ein stufenloses Getriebe. Er gleicht den Kraftverlust der Aufzugsfeder aus, indem er dem Hebelprinzip folgt und dafür sorgt, dass das Uhrwerk stets gleichmäßig angetrieben wird. Dadurch läuft die Uhr immer exakt.

Dieser Antrieb wurde vor allem in Marinechrono­meter-Zeitmessern eingesetzt, von deren Präzision das Leben einer ganzen Schiffsbesatzung abhängen konnte. Die Meisteruhrmacher von Lange haben die­sen Mechanismus erstmals in die winzigen Dimen­sionen einer Armbanduhr integriert. Wie viel Finger­spitzengefühl diese Aufgabe erfordert, verdeutlichen schon die technischen Daten der Kette: sie besteht aus 636 Einzelteilen und misst im Querschnitt 0,6 mal 0,3 Millimeter.

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2018-01-02T16:32:39+00:00
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